Ein Aufflackern in der Ferne

Utah Jazz(95) – New York Knicks(93)

Knicks-O-Meter: 3

Zwar war es nicht – wie von mir gedacht – Wesley Matthews, der den Knicks in der vergangenen Nacht einschenkte, sondern tatsächlich ein Leistungsträger, denoch reichte die Leistung von Andrej Kirilenko aus, um New York in eigener Halle mit 95-93 zu besiegen.

Die Begegnung wurde von den Knicks diesmal ein wenig anders angegangen.
Zwar lagen Sie zeitweilig wieder mit 20 Punkten zurück, das Team kämpfte sich im 4. Viertel jedoch wieder ran und machte die Partie bis zum Ende spannend.
Das Rookie Toney Douglas den letzten Spielzug torpedierte, war gar nicht so entscheidend – vielmehr war es Balsam auf die geschunde blau-orangene Seele zu sehen, wie von Anfang an versucht wurde, eine gute Offense und Defense zu spielen.
Mike D’Antoni ließ dynamisch zwischen Manndeckung und Zone wechseln, was die Jazz vor Allem im Q4 aus dem Konzept brachte. Das bestand aus einem Inside-Outside Game, indem vor allem AK47 und Carlos Boozer herausstachen.
Kirilenko traf nach der Halbzeitpause selbst aus der Kabine den Korb und David Lee fand gegen Booz nicht wirklich ein Konzept.
Als die Jazz in der Offense jedoch nachließen und die Knicks an beiden Enden zulegten wurde das Spiel wieder spannend.
Folgende Dinge möchte ich aus diesem Spiel besonders hervorheben:

• Diese ganze Misere ist zum großen Teil eine Frage des Selbstvertrauens. Ende des 3. Viertels fing Chris Duhon an, aus der Distanz zu treffen, dann Chandler, dann Douglas. Das Team befand sich im Flow und traf auf einmal. Way to go …

• Hustleplay 1) Die Jazz in der Offense – Deron Williams wird von Hughes gestealt der mit dem Ball dribbelnd Richtung aus trudelt – Deron will sich den Ball zurückholen – beide am Boden, Chandler kommt hinzu, passt den Ball nach vorn zu einem einfachen 3-1 Layup

• Hustleplay 2) Schlechter Wurf der Knicks – 4 Spieler der Jazz und Knicks gehen zum Rebound – Jeffries tippt ihn zu Harrington – Douglas rennt sich frei, bekommt den Ball und versenkt den Wurf

• Wilson Chandler zeigte Ansätze von Leben und spielte so, wie wir ihn aus der letzten Saison kennen.

• Toney Douglas scheint bei jedem Spiel exponentzial dazu zu lernen. 21 Punkte und Einsatzzeit in der Crunchtime zeigen, dass er sehr wertvoll für das Team werden kann.

Obwohl das Spiel verloren ging zeigte das Team Herz und Verstand. Die Zone hatte Ihre Lücken, man darf aber auch nicht vergessen mit wem man es zu tun hatte.
Eine klare Leistungssteigerung zu den vorigen Spielen. Ich hoffe dass sind – vom Engeagement her – die Knicks, die wir in dieser Saison sehen werden.

- Robert Jerzy

P.S.: Sorry wenn der Artikel heute so unbunt ist, bin heute und morgen aus Reisen und kann daher nur schreiben…die Grafiken folgen dann noch!

November 10th, 2009

2 Responses to “Ein Aufflackern in der Ferne”

  1. Knickson sagt:

    darauf lässt sich zumindest aufbauen. ich hoffe mehr solche spiele zu sehen der knicks und natürlich, dass es dann auch mit einem sieg verbunden werden kann. abwarten und bier trinken ist wohl angesagt…



  2. razah sagt:

    Ja die zweite Hälfte war echt mal wieder sowas wie Basketball. Tony Douglas hat mal ne klare Ansage Richtung S5 gemacht. Gut gefällt mir auch das Gallo, wenn es mal nicht so läuft wie gestern, er intelligent spielt, nichts zwingt, sondern versucht anderweitig nützlich zu sein. Der Junge beeindruckt mich immer mehr! Ansonsten fand ich auch das Jeffries ein gutes Spiel gemacht hat, vor allem in Dingen die nicht in Statistiken zu finden sind. Alles kein Grund euphorisch zu werden, aber zumindestens mal ein wenig Leben im Team. Trotzdem hat es mich ganz schön angekotzt das wir das Spiel nicht gewinnen konnten. Naja nach vorne schauen und hoffen das sich das Team immer mehr finden und wir uns nicht weiter durch die Games quälen müssen wie in den ersten Spielen.



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