Liegt die Antwort in Memphis?

Die Basketballphilosophie des Michael Andrew D’Antoni ist von den meisten Spielern in der NBA sehr gemocht, da es viele Freiheiten bietet und den Basketball mit Spaß verbindet. D’Antoni war der Trainer, der mit den Phoenix Suns vor einigen Jahren den Offensivbasketball revolutioniert hat.
Schneller als Charles Barkley “Cheesesteak Sandwich” sagen kann, sprangen Basketballfans auf den Zug auf und huldigten die Suns als das attraktivste Team der Liga. Dazu gehörte natürlich auch ein All-Star-Trio und Erfolg, dem das Prinzip “wir-machen-mehr-Punkte-als-der-Gegner” zu Grunde lag.
Als D’Antoni 2008 nach New York kam, brachte er sein System mit. Die Spieler konnten sich zunächst sogar anpassen und die Knicks legten im ersten Monat der Saison 2008-2009 einen tollen Start hin. Durch diese Entwicklung war es Präsident Donnie Walsh möglich, die beiden größten (langlaufenden) Verträge loszuwerden und die Franchise für den großen Free Agent Sommer 2010 fit zu machen.
Seitdem leidet das Spiel der Knicks in vielen Bereichen. Durch den Wegfall von Crawford und Randolph existiert kein Big Time Scorer oder Go-to-Guy im Team. Die Mannschaft spielte kollektiv und konnte das im letzten Jahr durch viel Offense abfedern.
In diesem Jahr ist die Qualität des Spiels weit tiefer, die Mannschaft kommt schwer aus den Startlöchern und fängt sich in der 1. Halbzeit meist so viele Punkte, dass Sie diesen Rückstand nicht mehr aufholen kann.
Während der Rückstand in den Spielen wächst und wächst, fragt man sich dann, warum das Team nicht über die Spieler Dave Lee, Danilo Gallinari und Larry Hughes spielt, statt nach einem Pass den Wurf zu nehmen, oder kollektiv zuzuschauen, wie sich Al Harrington im Low Post verdribbelt oder ein Offensivfoul produziert.
Die Frage ist also, ob die Knicks in dieser Saison nach einem Spieler Ausschau halten, der in der Lage ist, das Team in der Offense zu tragen. Im Sommer war Allen Iverson verfügbar. Nicht grundlos haben die meisten Teams Abstand von Ihm genommen, gilt er doch als ziemlich schwierig und egozentrisch. Als einziges Team trauten sich die Memphis Grizzlies an Iverson und gaben Ihm einen Vertrag über ein Jahr und ca. $3,1 Mio.
Stand jetzt ist Iverson aufgrund seiner Situation als Bankspieler kein Teil des Teams – er habe aufgrund privater Probleme die Erlaubnis, das Team zu verlassen. Die meisten Experten sind sich sicher, dass AI nicht mehr zurückkommt, ja sogar nie wieder NBA Basketball spielen wird.
Ist jetzt also der richtige Zeitpunkt, um sich AI für den Rest der Saison als Leader zu holen? Folgende Fakten sprechen dafür:
- Das Team wäre auf seinen Schulter gelastet – es gibt niemanden, der auch nur im Entferntesten eine Konkurrenz darstellt
- Er ist ein Starter und zieht die Defense der Teams auf sich, gepaart mit Leuten wir Gallo, Chandler oder Robinson kreirt er beim Kickout freie Würfe
- Der Mann hat Chochones und ist in der Lage ein Spiel allein zu entscheiden
- Man könnte versuchen, in einem Deal Jared Jeffries loszuwerden – wenn man das schaft ist alles erlaubt
Was spricht gegen Allen Iverson:
- Er ist egozentrisch und in etwa genauso gesund für eine Teamchemie wie Stephon Marbury
- Es ist keine Investition in die Zukunft und tatsächlich eine Bankrotterklärung an die derzeitige Mannschaft
- Spieler können sich mit Ihm entwickeln oder bleiben in der Entwicklung stehen
- Es ist ein großes Risiko dass dieses Experiment nach hinten losgeht
Für mich ist ein K.O. Kriterium, ob man einen Jeffries oder Curry loswerden kann in diesem Trade – immerhin spricht man mit Chris Wallace. Sportlich würde er wieder Leben in dieses Team bringen – und charakterlich – derzeit stellt man sich überhaupt die Frage ob ein Teil des Teams so etwas besitzt. Was soll da also kaputt gehen?
- Robert Jerzy







Jan Schaknowski sagt:
Robert…Robert…Robert, machst du eigentlich auch noch was anderes außer darüber zu brüten was Donnie bzw Mike machen könnten? Ist eigentlich ne geniale Idee, ich wäre einverstanden. Ich wäre mir nichtmal sicher wen ich lieber abgeben würde, Curry oder Jeffries, warscheinlich Curry da er wie lange doch gleich kein ordentliches Spiel gemacht hat?… Obwohl ja auch Jeffries für das Geld nicht entsprechende Leistung bringt…
Ich glaube das Risiko wäre sogar sehr klein, Iverson und New York würden doch Super zusammen passen. Verlieren würde man nicht viel und gewinnen könnte man extrem viel. Und leben in die Bude bringt er auf jeden Fall!!! Diesmal hoffe ich das Donnie hier Scoutet… *grins*
razah sagt:
Wenn Currys Vertrag dadurch wegkommt, ist das für mich ein Nobrainer, waiven kann man ja AI immer noch wenn er nervt.